Soca Tal, 17.6.2012

So 17.6.
Um 8uhr gibts Frühstück. Leider nur Weissbrot, aber auch Obst, Wurst und etwas Müsli. 9uhr kommt Wolfgang um die Planung für die Auffahrt mit uns zu besprechen. Wir treffen uns 10uhr in Kobarid und lassen uns für 16EUR zum Stol hochfahren (12E+4E Tageskarte). Das ist 1std Rüttelei auf Schotterpisten und Feldwegen. Mit eigenem Auto oder Mietwagen nicht zu empfehlen, wenns kein Offroad Gefährt ist.
Wir sitzen 3std in praller sonne, da an dem grossen, mehrstufigen Startplatz kein Baum steht. Er liegt weit über der Baumgrenze.

Es wird der erste Flug mit meinem neuem Schirm, einem Swing Mistral6. Ich bin von Anfang an total begeistert vom Schirm, als ich endlich in der Luft bin. Er geht leicht um die Kurven und reagiert direkt auf Steuerimpulse, leider auch auf Kprperbewegungen im Gurtzeug. Ich fliege rechts raus zur Antenne und bekomme einige schöne Heber und komme schliesslich über den Startplatz. Dann gehts runter bis auf 800m und ich seh mich schon landen. Das kanns doch nicht gewesen sein, mit neuem Schirm. Aufgeben geht also nicht und so kratze ich weiter unterhalb vom Startplatz umher, während einer unserer Mitflieger nach einiger erfolgloser Kurbelei, weil zu weit weg vom Hang, genervt aufgibt. Ich finde schliesslich weiter links einen Spot, der mich wieder auf Grathöhe bringt. Es ist die Stelle m Grat, wo von Westen ein Tal genau auf den Grat zu läuft und er somit als Prallhang fungiert. Gelände studieren bei Google Maps hätte mich vielleicht eher drauf gebracht.
Egal. Ich bin wieder oben. Tschakka 🙂

Als ich noch unterhalb rum krebste, suchte ich schonmal nach dem Landeplatz. Da war das Monument, aber das sah irgendwie anderst aus, als ich es vom letzten Besuch 2008 in Erinnerung hatte. Auch vermisste ich am Talende den Kanonenhügel. Irgendwie passte da was nicht. Ich soare weiter, bis ich endlich über dem Grat war. Ab und zu drehten mit mir ein paar recht große Greifvögel in der Thermik. Gänsegeier, wie ich später erfahre. Das war sehr beeindruckend, wenn sie an mir vorbeiflogen, keine 50m entfernt und zu mir rüber sahen.

Am südlichen Ende des Grat sah ich dann das Monument, wie ich es in Erinnerung hatte. Da wäre ich glatt an einem falschen Platz aussengelandet. Wie gesagt, vorher Gelände gucken ….Gibt noch viel zu lernen 🙂
Am Ende des Grates drehe ich dann nochmal nach oben und ein paar Mitflieger gesellen sich dazu, bis wir irgendwann genug hatten und zum Landeplatz flogen. Schöner Auftakt mit dem neuen Schirm. Landung ist okay, aber er ist recht schnell beim Anflug. Muss mir angewöhnen, ihn ordentlich runter zu bremsen bei der Landung.

Abends dann königliches Essen in unserem Quartier bei Valentin im Blue House. Erster Gang Linsensuppe, dazu geröstete Baguettescheiben in Olivenöl. Zweiter Gang Tomaten-Mozarella Salat. Dritter Gang kleine Schnitzel und Würstl vom Grill. Vierter Gang, es geht kaum noch was rein, Polenta mit Gulasch.

Der krönende Abschluss: frisch gebackener, noch warmen Zwetschgen Kuchen. Wir platzen bald. Ein Espresso schafft etwas Luft. Um 20.45 vertreiben wir eine Gruppe netter älterer Engländer, die zum Fliegenfischen hier sind, aus der Fernsehecke im Salon. Es gibt das Fussball EM Spiel Deutschland gg Dänemark in Danzig. Unsere Jungs gewinnen zwar, aber das war knapp. Wir sind im Viertelfinale gegen Griechenland.

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