Italien 2018 Fassatal

2018-09 Dolomiten Tour ins Fassatal nach Campitello

Mitte September gings ins Fassatal nach Campitello. Der Wetterbericht sagte eine halbe Woche nichts gutes voraus, so dachte ich mir, das ich eine verregnete, vielleicht sogar verschneite Woche in den Dolomiten verbringen würde.
Wenn Englein reisen, ist aber meist schönes Wetter. Und so kann ich freudig sagen, das wir eine Hammerwoche in diesem atemberaubend schönen Fluggebieten verbracht haben. Ich als Neuling der Gruppe habe viele intensive Eindrücke gesammelt und bin immer noch ganz aufgeregt über die Erlebnisse im wohl schönsten Eck der Dolomiten.

Bevor man sich überlegt, in die Dolomiten zu fahren, sollte man sich erstmal umfassend informieren, da es definitv kein Anfängergebiet ist. Ich denke, man sollte am Anfgang unbdeingt mit erfahrenen Fliegern fahren, die schon einige Dolomiten Flüge hinter sich haben, um sich Ärger und Unfälle zu ersparen.

Eine sehr gute Einführung gibt dieser Artikel von Markus Haubt aus dem Jahre 2006, der immer noch aktuell ist, da er die schwierigen Windverhältnisse an der Col Rodella gut beschriebt. Wir hatten eine Woche mit recht schwachem Nordwind, allerdings war ich von der teils heftigen Thermik überrascht.

Nach 30min hatte ich meist die Nase voll von der Schaukelei und bin Richtung Landeplatz geflogen. Es reißt am Schirm herum, das man sich oftmals fragt, was geht hier ab, was mach ich hier überhaupt. Es tat richtige Schläge. Ich hab ja schon einiges an Thermik erlebt, aber das war schon krass. Gute Schirm Kontrolle und aktives fliegen sind die Mindestvoraussetzungen für dieses Fluggebiet, meine ich.
Ich will wirklich keine Panik machen, aber die im September noch recht heftige Thermik ist nicht zu unterschätzen, im Sommer dürfte das ganze noch einen Tick heftiger sein.

In den ersten Tagen sind wir meist gg 11uhr am Südstart an der Col Rodella raus gegangen. Es waren spektakuläre Starts anderer Piloten zu sehen, wo man sich fragte, weiß der Pilot, was er da tut? Die meisten kamen aber sehr gut in die Luft. In der ganzen Woche haben wir nur zwei Hubschrauber Einsätze mitbekommen, die aber wohl Wanderern oder Kletterern galten.

Wir schauten uns das immer eine Weile von der Terrasse der Bergstation an und gingen dann nach einer Weile „Kino“ zum Startplatz und starteten nach und nach raus. Die geübten unter uns erzählten am Abend dann, wo sie überall rumgeflogen sind. Ich war nach den ersten Tagen etwas frustiriert, das ich meist nach 30Minuten oder auch weniger wieder unten stand. Andererseits hatte ich auch teilweise keinen Bock mehr auf diese heftige Thermik. Der Ergeiz war durch die Gruppe trotzdem geweckt und so versuchte ich jeden Tag mein bestes um hoch zu kommen und oben zu bleiben, was sich als nicht ganz einfach erwies.

Frühstück gabs in der Pension. Martin, unser Organisiator und Brötchenorganisator am morgen, kümmerte sich gut uns und versorgte alle mit Infos und Frühstück. Nach dem Frühstück gings kurz in den Ort, Waren des täglichen Bedarfs holen. Dann war es bald 11Uhr und wir sind hochgefahren zur Rodella. Wir sind die ganze Woche nur zur Rodella gefahren, da man dort ja in fast alle Windrichtungen starten kann. Abends gingen wir meist in einer der vielen Restaurants essen, die sich in und um Campitello verteilen.