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Über Parastep

schreibt hier Artikel zusammen mit dem Besitzer

Ist Tandemfliegen im Ausland ein Riskio ?

Von Tandemflügen im nichteuropäischen Ausland kann ich nur warnen. Dort werden oftmals jegliche Sicherheitsaspekte ausser acht gelassen und es wird mit Material geflogen, das in einem erbärmlichen Zustand ist. Alles selbst erlebt und gesehen. Das hat sich mit den Jahren gebessert, aber die Preise sind nicht nur günstig, weil in diesen Ländern weniger verdient wird.
In Dt. und Österreich kosten 30Minuten Tandemflug um die 100€. Wenn Ihr da unten einen Flug für 30€ bekommt, dann sollten allein deshalb schonmal die Alarmglocken angehen. Die Piloten kennen die Preise in Europa und werden bei einem deutschen Touristen sicherlich keinen Freundschaftspreis machen, wenn Sie Euch nicht kennen.

Natürlich gibt es dort auch sehr gute Piloten mit gutem Material und Service, aber als Laie hat man quasi keine Chance, zu beurteilen, ob ein Tandempilot es kann, ob er vertrauenswürdig ist oder ob man da ein grobes Sicherheitsrisiko eingeht. Achtet auf jeden Fall darauf, das eine Unfallversicherung für Euch dabei ist. Und diese solltet Ihr auch lesen können. Denn es nützt nichts, wenn Ihr ein unlesbares Dokument unterschreibt und anschliessend feststellt, das stand nur Blödsinn drin, zb Gleitschirmfliegen ist ausgeschlossen oder ähnliches.

Einheimische Versicherungen könnten bei grober Fahrlässigkeit sicher auch Leistungen ablehnen. Und in neueren Unfallversicherungen sind Unfälle mit Gleitschirmen nicht automatisch mitversichert. In der EU sind die Piloten verpflichtet, eine ausreichende Haftpflichtversicherung abzuschliessen für Ihre Passagiere. Wie das im aussereuropäischen Ausland aussieht, weiß ich nicht.

Schaut erstmal eine Weile zu, wie versiert der/die Piloten bei Start und Landung sind, ob riskant sie fliegen oder eher ruhig und bedächtig agieren. Fragt vlt auch mal in Euerm Hotel nach einer Empfehlung. Meist arbeiten die Hotels mit festen Piloten oder Agenturen zusammen und wollen natürlich keine schlechte “Presse”.

Ein weiterer Indiz, schaut Euch an, wie genau weißt der Pilot seine Passagiere ein. Auch als Passagier hat man eniges zu beachten bei einem Tandemflug. Pilot und Passagier starten und landen zusammen, macht einer von beiden Fehler, kann es zu Unfällen kommen. Der Start und die Landung sind bei einem Gleitschirmflug die kritischsten Phasen. Da sollte alles passen.

08.April – Sighseeing in Ronda und Setenil

Am Morgen ist wieder alles Wolkenverhangen am Startberg. Der Plan ist, wieder nach Conil zu fahren. Es wird dort wieder ein guter Flugtag, erfahren wir dann Abends von den anderen. Ich habe heute keine Lust auf über drei Stunden Autobahnfahrt (hin und zurück), deswegen entscheiden meine Freundin und ich uns für Sighseeing in Ronda und Setenil de la Bodegas. Ich kenne beide Orte schon vom letzten Mal und fand sie sehr schön. Da es in Algo leicht regnet und die Wolken tief hängen, fahren wir nach dem Frühstück gemütlich durch die Berge nach Setenil. Ein Teil der Altstadt des Ortes, ca. 15km nördlich von Ronda, ist zum Teil unter einen Felsen gebaut. Wir suchen uns einen Parkplatz etwas abseits von den Felsen, da man dort direkt schlecht parken kann. Es hört auf zur Regnen und wir schlendern ein bischen unter den Felsen an den kleinen Restaurants und Geschäften vorbei und trinken und essen eine Kleinigkeit.

Dann geths weiter nach Ronda. Da wir ja eh etwas laufen wollen und die Parkplätze in den Besucherecken rar und teuer sind, suchen wir uns einen Parkplatz vorm Zentrum. Wir laufen an der Stierarena vorbei in den Miki Haruta Square. Dort hat man vom Geländer einen tollen Blick in die tiefer liegende Ebene vor Ronda. Zum Fuß der berühmten neuen Brücke Puente Nuevo laufen, da es ziemlich stürmt. Wir schauen den Bergdohlen eine Weile zu, wie sie mit dem starken Wind spielen und sich immer wieder durch die Torbögen der Brücke treiben lassen und dann in den Himmel oder ins Tal schießen.

Dann laufen wir über die Brücke in den Historischen Teil von Ronda, mit vielen kleinen Gassen und alten Häuschen, die überwiegend schön hergerichtet sind. Es gibt in der Nähe der Brücke viele Touriläden mit lauter Schnulli und der Aufschrift, das auch mit Karte gezahlt werden kann. Wohl ein Tribut an die unmengen Asiatische Touristen, die Busseweise nach Ronda gekarrt werden. Ohne sie hätte so mancher Laden sicherlich kein Auskommen mehr. Es fehlen die kleinen Handwerksgeschäfte mit Andenken die das Wort auch verdienen. Alles ist zugestellt mit billigem Chinaplunder auf dem Ronda oder Andalusien steht oder das sonstwie in Verbindung mit der Gegend steht. Schade eigentlich, aber das scheint wohl der Lauf der Dinge zu sein.

Auf dem Rückweg finden wir in einer Seitenstrasse einen kleinen Teeladen,der Marihuanatee verkauft. Er riecht ein wenig so, dürfte aber wohl kaum Inhaltsstoffe haben. Aber als kleines Gag Mitbringsel geht das allemal 🙂 Irgendwann in der Woche vergreife ich mich aber ausversehen mal dran. Er schmeckt ganz gut. Die Basis ist vermutlich Roiboschtee gewesen. Wir gehen noch auf Kaffee und Kuchen in ein kleines Cafe und fahren dann heim. Genug gelaufen für heute. Wir ruhen uns etwas aus, die anderen sind noch nicht aus Conil zurück.

Abends dann wieder lecker essen. Diese Woche hat trotz viel Bewegung und Anstrengung nicht viel bewegt auf der Waage bei mir, dank der all Abendlichen Schlemmerei, die aber auch zu köstlich war. Allein die Gambas al ajillo sind schon eine Sünde wert. Für den nächsten Tag sieht es nach El Bosque aus laut Wetterbericht. Das Regengebiet verzieht sich langsam.

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07.April – Fliegen in Conil

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Am Sonntag begrüßen uns morgens noch dicke Wolken. Darum empfehlen uns unsere Guides einen Ausflug an die Atlantikküste nach Conil. Leider sind das knappe 2Std Fahrt, aber bevor wir den ganzen Tag im Regen rumsitzen, entscheiden wir uns für das kleinere Übel und fahren mit nach Conil. Dabei lernen wir gleich die anderen Fluggäste von Gerado kennen. Wir fahren mit einem Kleinbus und es wird eine ganz unterhaltsame Fahrt, durch die grüne Landschaft. Die meiste Zeit geht es zum Glück über die Autobahn.

Conil, das 50km südlich von Cadiz liegt, empfängt uns gg Mittag mit 7/8 Wolken und ein paar Regentropfen. Wir fahren an den Strand und schauen uns den Wind an, der stark bläst. Nach einigem beobachten packen einige den Schirm aus, nachdem ein Schweizer, der wohl vor Ort wohnt, sich von der 10m hohen Steilküste in die Luft begeben hat. Sieht voll einfach aus, wie er sich da in den Wind gestellt hat und langsam nach vorne geht und die Klippe absoart. Oben wo er rausgestartet ist, ist mir der WInd zu stark. Ich gehe erstmal an den Strand ein bischen mit dem Schirm spielen, beschliesse ich. Nach 5Minuten hab ich den Schirm in einen Busch gehängt. Zum Glück nicht ganz drüber, so ist er mit etwas Hilfe schnell wieder befreit. Ich war wohl doch etwas dicht dabei, gehe nun also weiter auf den ca 30m breiten Strand. Nach einigem rumspielen bin ich ziemlich platt.

Aus unsere Gruppe sind mittlerweile ein paar Flieger in die Luft gestartet. Ich spiele wieder mit dem Schirm rum und gehe in Richtung Klippe. Jetzt möchte ich auch gern in die Luft. Als Belohnung sozusagen 🙂 Ich schaffe es dann schliesslich rückwärts gehend und springend die Klippe etwas hinaufzugehen und mich in die Luft zu schieben. Ich spiele eine Weile im Wind, der laminar (d.h. gleichmäßig) stark vom Meer her weht. Es macht unheimlich Spaß, ich lass mich in die Luft heben und bremse mich wieder runter, dann wieder hoch und runter … Ich spiele solange rum, bis ich nur noch mit Beschleuniger gegen den Wind voran komme. Der Wind hat mtlw zugelegt, es wird immer schwieriger dagegen anzukommen mit meinem Schirm. Ich lasse mich in den flacheren Bereich neben der Klippe versetzen und lande neben einem Strandhaus, das noch im Bau ist.

Der Wind legt weiter zu und so kommen auch die C und D Schirmflieger zum landen. C und D sind die oberen Leistungsklassen der Gleitschirme, sie haben höhere Trimgeschwindigkeiten. Will heißen, dass sie gegen den Wind schneller fliegen können. Da es bald nach Regen aussieht, packen wir zusammen und gehen im Ort noch etwas essen und trinken. Dann geht’s wieder zurück nach Algo. Abends wieder essengehen am Marktplatz. Wie immer zu spät und zuviel.

Bilder vom 07.April
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06.April – Anreise

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Unsere Anreise verlief diesmal sehr bequem und entspannt. Der CheckIn und auch der für mich immer sehr nervige Sicherheitscheck gingen sehr schnell über die Bühne. Es gab um 5uhr kaum Andrang und die Schalter waren gut besetzt. Da wir 10Tage bleiben und nur je ein Gepäckstück gebucht haben, ist im Gleitschirmpacksack auch ein Teil der Klamotten für die Woche dabei und er ist somit recht groß. Ich habe ein Wendegurtzeug von WoodyValey. Das heißt, mein Gurtzeug ist mit ein paar Handgriffen auch mein Packsack. Damit ist er und der Inhalt aber auch recht ungeschützt gegenüber mechanischen Einflüssen, die beim Transport von und zum Flugzeug auf ihn einwirken können. Ich entschloss mich daher, meinen älteren Swing Packsack, der sehr robust, aber auch recht schwer ist, als Umverpackung für mein Gurtzeug zu nehmen. Da er mit 50 oder 60 Ltr. recht groß ist, paßt auch noch mehr als meine Ausrüstung rein. Zum Beispiel Technik, Duschgels und Litertur… Ich muss nur aufpassen, das ich und auch die Packer am Flughafen, den Rucksack noch heben können. Da meine Freundin nur leichtes Gepäck dabei hat, kann ich ja mehr als 23kg einpacken. Aber einen Bruch wollte ich mir auch nicht heben, so beließ ich es bei 23kg.

Pünktlich 7Uhr hoben wir ab in einer Boeing 737-800. Während des Fluges gab’s Essen und Trinken nur gegen Bares. Das finde ich ein bischen überzogen. Ein Kaffee oder sonstiges Alkoholfreies Getränk könnte ruhig dabei sein. Aber man muss wohl froh sein, das man auf dem Klo nicht noch vom Sanifair Automat abkassiert wird.
Nunja, wir wollen ja immer billiger, da dürfen wir irgendwann nichts mehr erwarten. Ich denke aber, ein teurerer Flug würde wohl auch nichts an der schlechten Umweltbilanz eines Fluges ändern. Ob die andere Firma dann umweltfreundlicher mit meinem Geld umgeht oder die Mitarbeiter besser bezahlt, kann ich ja nicht prüfen. Darum leiste ich mir auch nur einen Flug im Jahr.

Um 10Uhr kommen wir pünktlich im sonnigen Malaga an. Wir gehen mit unserem Gepäck zum Ausgang und finden schnell den ausgeschilderten Treffpunkt für Alamo Cars. Ein Shuttle bringt uns zur Mietstation, die etwa 1km entfernt ist. Wir hatten einen SUV gebucht, in der Annahme, das in so einem großen Auto genug Platz für eine Reisetasche, drei Flugausrüstungen und etwas Handgepäck wäre. Der Nissan Quashqai, den wir als SUV bekommen, hat leider für die Fahrzeug Größe einen relativ kleinen Kofferraum, bedingt durch die schräg herunter gezogene Kofferraum Klappe. Wir bekommen zwei unserer Packsäcke mit Mühe in den Kofferraum hinein und mussten den dritten Packsack und das Handgepäck mit in den Innenraum nehmen. Der Fiat Doblo den wir im letzten Jahr bei CarHireGo gebucht hatten, wies da mehr Platz auf, für die Fahrzeuggröße. Die Abwicklung bei Alamo Cars ging sehr schnell, wir hatten ja aus Deutschland alles schon gebucht. Gegen 12Uhr sind wir dann endlich auf der Piste.

Wir beraten uns vorm losfahren noch kurz, welchen Weg wir am besten fahren. Man sollte vorher schauen, ob und welche Autobahn man benutzt, da es hier neben freien auch Mautpflichtige Autobahnen gibt. Und einige Strassen schlängeln sich leider lange durch die Berge, da ist dann flottes vorankommen nicht unbedingt gegeben. Und der Weg nach Ronda schlängelt sich zwischen den Bergen hindurch und ist meist einspurig. Darum entscheiden wir uns für den Weg Richtung Norden und nicht über Ronda.

Bei Malaga ist es noch sonnig, dies ändert sich aber und es fängt an zu regnen, je nördlicher wir kommen. Die Landschaft um uns ist überall sehr grün. Für mich ein völliger Kontrast zur Reise im Herbst vor drei Jahren, wo alles eher braun und verdorrt war. Die Fahrt geht ganz gemütlich über die A-357 an Campillos vorbei und auf die A384 Richtung Olvera und Algo. Mit einer kleinen Pause kommen wir nach knapp 2.5h und etwa 135km Fahrt gg 15.30Uhr nach Algodonales. Der Ort liegt etwa 35km NW’lich von Ronda entfernt, unterhalb des 1000m hohen Hausberges Mogote. Es ist ein quirliger kleiner Ort mit ca 5600 Einwohner im Hinterland, noch fern ab des Massentourismus.
Er liegt so ziemlich auf halbem Weg zwischen Malaga und Sevilla liegt. Am Busbahnhof fährt mehrmals täglich ein Bus nach Ronda und Sevilla . Die Preise im Ort sind, dem lokalen Verhältnissen angepasst. Für schweizer und deutsche Gehälter sehr angenehm, ganz anders als die Touripreise an der Küste oder in Sevilla.

Kurz nach unserer Ankunft machen wir eine kurze Wohnungseinweisung mit Gerado. Dann gehts auf einen kleinen Snack oder einen Kaffee Con Ledge auf den Marktplatz. Anschließend packen wir bei Gerado unsere Sachen aus, gehen noch einige Lebensmittel einkaufen, da am nächsten Tag Sonntag ist. Allerdings hat der Supermercado am Sonntag Vormittag auch auf gehabt. In der Panaderia Paco in Algodonales, hole ich mir noch Pan de centeno, ein Roggenbrot, da es morgens überall immer nur Weißbrot gibt.

Das Pan de centeno gibt es dort frisch gebacken und nicht abgepackt und aus Deutschland importiert. Abends dann lecker Tapas essen im Asturiano am Marktplatz. Die anderen Restaurants am Platz sind auch alle empfehlenswert, finde ich. Mir hats immer sehr gut geschmeckt, egal, wo wir waren. Zum Glück sind die Geschmäcker verschieden. Auf jeden Fall sollte man Abends, wenn man mit mehreren Personen unterwegs ist, vorher einen Tisch reservieren, denn Abends ist auf dem Marktplatz fast immer viel los. An Feiertagen und am Wochenende natürlich noch mehr, wie wir in den folgenden Tagen feststellen konnten. Wir waren in der Woche vor Ostern in Andalusien, das sehr katholisch geprägt ist. Der Palmsonntag ist ein traditionsreicher Tag in Südspanien.

– ein guten Artikel bei LU-Glidz
– hier noch ein paar Bilder vom ersten Tag

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2019-04 Algodonales

Ein paar erste Zeilen zum Andalusien Urlaub mit dem Gleitschirm im April 2019. Der Bericht ist noch in Arbeit, ich hoffe, ich schaffe es ihn fertig zu stellen vorm
nächsten Ausflug Ende August in die Dolomiten. Einige Reise Eindrücke von unserem Urlaub mit dem Gleitschirm in Andalusien möchte ich mit Euch hier teilen. Wir starteten unsere Reise am 06.April 2019 um 5Uhr mit Ryanair von Frankfurt nach Malaga . Wir, das sind zwei Gleitschirmflieger und eine Fliegerin und eine NIchtfliegerin aus dem Rhein-Main Gebiet. Wir hatten genug von der grauen Suppe am Himmel und wollten 10Tage nach Andalusien, in die Sonne .

Es gab, trotz schlechter Wettervorhersagen, kein Aquadonales, wie die Schlechtwetter Reisen nach Algo auch gerne mal genannt werden. Wir verbrachten so zehn sehr schöne Tage, die meisten davon auch mit Sonnenschein, im Süden Spaniens, in Andalusien.

Unser Guidingservice Ganterfly, kümmerte sich wieder umfassend um unser Wohl, so kamen wir zu einigen schönen Flügen in dieser wunderbaren Gegend. Auch meine nicht fliegende Freundin fühlte sich gut aufgehoben und konnte Natur und Ruhe genießen. MIt der Ruhe war es dann aber spätestens am Abend im Restaurant vorbei. Da traf andalusische Lebens- und Genussfreude auf Ruhe suchende, gestresste Großstädter. 

Kommt mit und lasst Euch durch eine Woche Gleitschirmfliegen in Andalusien führen. Klickt einfach auf die Links für die einzelnen Tage oder lasst Euch chronologisch von unserem kleinen Urlaub erzählen.

1.Tag Sa. 06.April 2019 – Anreise
2.Tag So. 07.April 2019 – fliegen in Conil
3.Tag Mo. 08.April 2019 – Sightseeing in Ronda und Setenil de las Bodegas
4.Tag Di. 09.April 2019 – El Bosque
5.Tag Mi. 10.April 2019 – El Bosque
6.Tag Do. 11.April 2019 – fliegen am Algodonales Hausberg
7.Tag Fr. 12.April 2019 – fliegen am Algodonales Hausberg
8.Tag Sa. 13.April 2019 – fliegen am Algodonales Hausberg
9.Tag So. 14.April 2019 – Sightseeing Malaga und Marbella
10.Tag Mo. 15.April 2019 – fliegen in Conil
11.Tag Di. 16.April 2019 – fliegen am Algodonales Hausberg
12.Tag Mi. 17.April 2019 – Abreise







2019-06 Kössen SPT

Donnerstag 29.Mai – Anreise

Nachdem der StubaiCup im Frühjahr abgesagt wude , war heuer mal wieder ein Besuch des Kössen Super Paragliding Testival bei uns geplant. Mit rund 7500 Flügen diesmal auch wieder ein riesiges Event in der Gleitschirmszene. Die Vorhersagen sahen allerdings eher nach Absage aus, nur Regen und Wolken im Forecast. Meine Freundin konnte leider aus familiären Gründen nicht mit, so habe ich bei Rita erst storniert und dann noch kurzfristig direkt bei Ihr nachgebucht, was zum Glück auch problemlos ging. Und Kössen ist ja immer für eine (Wetter-)Überraschung gut, dacht ich mir, also versuchte ich einfach mal mein Glück. Ich bekam ein kleines Zimmer mit Blick aufs Unterberghorn, dem Flugberg in Kössen.

am Mittwoch Abend regnet es noch

Die Autobahn war relativ frei am Mittwoch Nachmittag, nur die vielen Baustellen auf der A3 haben mal wieder tierisch genervt. Vor den Sommerferien soll wohl noch schnell alles Geld verbaut werden.
Die Münchner Ring Zufahrt von der A9 war verstopft wegen einer Baustelle. Im weiteren Verlauf wurde das Inntaldreieck als Staustelle im Navi angezeigt. Also versuchte ich es über Miesbach auf der Landstrasse. Das erwies sich leider nicht als sehr sinnvoll, da einige Abschnitte der B307 gesperrt waren wegen Vorbereitung der Wochenendfeierlichkeiten oder wegen Baustellen und Umleitungen. So kam ich fast genauso spät an, wie vom Navi durch den Stau prognostiziert. Manchmal ist das sture auf der Autobahn bleiben eben doch die bessere Wahl 🙂

Da meine Freunde erst am nä Tag anreisen können, gehe ich, nach einer herzlichen Begrüßung im Landhaus Greiderer, im Nieselregen zur Kaiseralm am Eurocamping. Die Kaiseralm ist ein Restaurant auf dem Campingplatz, das auch von außen zugänglich ist. Nach einem kleinen Anstieg kommt man in 5-10min von der Pension dorthin. Ich esse eine Tiroler Leber Pfanne und dazu ein leckers naturtrübes Zwickel Bier. Endlich Urlaub, denke ich so bei mir.
Auf dem Rückweg sehe die Wolken überall dicht über dem Boden schweben, Der Regen muss ja noch irgendwo hin, wenn er nicht abgelaufen ist. Die Bauern hat das Frühjahr gefreut, der Tourismus war damit wohl eher unzufrieden.

am späten Abend sind noch viele Wolken unterwegs
Donnerstag 30.Mai 2019 – Wandern und Gleitschirm fliegen

Am nächsten Morgen dann wieder Regen. Nach einem kurzen Frühstück schnell in den M-Preis (eine österreichische Supermarktkette), Wasser und ein paar Snacks holen. Mittags fahren Jenny, die in der Nacht angekommen ist, und ich zum wandern im Kaiserbachtal. Der Regen hat aufgehört, aber am Berg ist noch alles voller Wolken. Ob da heut noch was zum fliegen geht ?

Der Bauer mit dem ich spreche, ist sich da auch nicht ganz sicher, also nutzen wir die Zeit und bewegen uns etwas. Wir wollen 16Uhr zurück sein, bleiben somit im Tal und laufen nicht zur Scheibenbichlalm hinauf.

Eingang zum Kaiserbachtal, der Wanderweg links vom Bach, beginnt vor der Brücke

Bis zur Fischbachalm ists gemütlich etwa eine Stunde, das passt uns prima. Wir verpassen leider den Einstieg zum Wanderweg, der parallel zur Strasse verläuft. Dieser befindet sich vor der Brücke zum Parkplatz links, wie wir bei der Rückfahrt sehen.

Es nieselt ein bischen, aber wir sind gut gerüstet und die Stunde Fußmarsch, mit gemütlichem Anstieg zur Fischbachalm, vergeht wie im Fluge. Wir beschliessen angesichts der Uhrzeit, nicht einzukehren und wandern wieder zurück, damit wir gg 16Uhr an der Bergbahn am Unterberghorn sind. Wir wussten nicht genau, wie lange der Lift offen ist. Zum Testival werden die Öffnungszeiten aber meist verlängert, diesmal bis 17.30Uhr. Als wir wieder nach Kössen kommen, fliegen die ersten schon.

Wir packen unsere Sachen und fahren hoch, beschliessen, einen kleinen Abgleiter zu machen zum eingewöhnen. Der Regen verzieht sich endlich, die Wolken reißen etwas auf und geben blauen Himmel frei. Als wir oben stehen, sind recht gute Bedingungen zum starten.

Am Startplatz liegen noch ein paar Schneefelder, die einen Tag später am Fr. abgetaut sind, durch den Regen und die warme Luft.
Es war voll, etwa wie an einem normalen Kössen Paraglider Wochenende, würde ich sagen. Wir machen uns fertig, stehen etwa 10min an und können dann rausstarten. Das klappt ganz gut, da sich alle geduldig anstellen. Jenny ist einige Zeit nicht mehr geflogen, darum war es zum eingewöhnen genau richtig.

auf dem Landeplatz
Freitag 31.Mai 2019 – noch ein Wandertag ?

Am Freitag dann wieder ein verregner Morgen, als ich aus dem Fenster schaue. Wir beschliessen kurzfristig auf dem ehemaligen Schmugglerweg zur Wallfahrtskirche Maria Klobenstein zu wandern. Wir beginnen an der Holzbrücke am Mühlbachweg. Von dort zur Wallfahrtskirche ist man gemütlich etwa 40-50min unterwegs.
Auf der Westseite des Flusses hinter der Holzbrücke ist ein kostenpflichtiger Parkplatz (3.-€).
Der Weg beginnt etwas weiter am Parkplatz vorbei, rechts weg und ist augeschildert (nicht den Weg nach der Brücke direkt am Fluss nehmen, der endet bald wieder) DerWeg geht am Haus Niederwies vorbei durch das Tor im Hochwasserschutzwall hindurch den Berg hinauf. Der Weg ist anfangs ein Schotterweg, später dann ein guter Wanderweg mit ein paar Steigungen, rutschigen Stellen und Wurzeln auf dem Weg. Gutes Schuhwerk und etwas Trittsicherheit sollte man hier mitbringen, für Kinderwagen, würde ich sagen, ist es eher etwas anspruchsvoll.
Auf dem Weg die Augen offen halten, denn am Wegesrand sieht man u.U. interessantes, wie zum Beispiel große Weinbergschnecken und Feuersalamander sowie eine recht üppige Pflanzenwelt.

Der Weg führt komplett durch den Wald, an einigen kleineren Wasserfällen vorbei. An heißen Tagen hat man hier ein angenehmeres Klima als im Kössener Tal. Man kann den Weg auch weiter nach Deutschland laufen, oder, wie wir, rechts den Berg hinunter abbiegen zur Wallfahrtskirche. Wenn man den Wanderweg nicht zurück gehen möchte, muss man leider auf der Strasse zurück gehen, das ist aber nichts mit Kindern, da man die meiste Zeit direkt auf der Strasse läuft. Es fährt von der Wallfahrtskirche auch ein Bus nach Kössen. An der Wallfahrtskirche gibt es ein Restaurant. Wir essen und trinken eine Kleinigkeit und laufen die Strasse wieder zurück, da wir nach Möglichkeit ja noch fliegen wollen. Man läuft etwa 30-40min zurück bis zur Holzbrücke kurz vorm Ortsausgang Kössen.

Ein weiterer #Wandertipp für nicht fliegbares Wetter liegt bei Reith im Winkel. Man fährt von Kössen nach Reith im Winkel, knapp 7km Landstrasse Richtung Osten auf der B172. Reith im Winkel liegt übrigens in Deutschland, wer also Geld holen will oder noch deutsche Briefmarken dabei hat …. 🙂
In Reith fährt man auf der Hauptstrasse durch den Ort und weiter Richtung Süden nach Blindau und biegt dort links ab in den Fellhornweg, weiter bis zum Wanderparkplatz Blindau. Diesen sollte man auch nutzen, da die Strasse weiter zum Teil einspurig ist, man also u.U. rückwärts wieder zurück fahren muss, wenn man Gegenverkehr hat. Ausserdem gibt es keine weiteren Parkplätze mehr. Man kann nur am Strassenrand parken und behindert damit Forst und Waldfahrzeuge.

Von dort kann man den Wanderweg Richtung Anna Kapelle und Hindenburghütte laufen. Weiter gehts über das Straubinger Haus runter nach Wohlmuting an der L39 nach Kössen. Honigliebhaber machen dort natürlich einen Stop bei Imperla Honigvielfalt. Den Weg bin ich aber noch nicht gelaufen. Wer es anspruchsvoller mag, hinterm Wanderparkplatz Blindau rechts Richtung Landhaus Heuchen ca.1km zur Klausenbachklamm laufen. Entlang der Klamm ist der Weg zum Teil anspruchsvoll, je nachdem, wie detailiert man sie sich anschauen will. Man kann an der Klamm weiter auf dem Schmugglerpfad wieder nach Kössen laufen. Den Weg bin ich aber auch noch nicht gelaufen. Man kommt dann wieder an der B172 raus, die Verbindung zwischen Kössen und Reith im Winkel.

Aber zurück zu unserer Wanderung :
Als wir das Unterberghorn endlich im Blick haben, sehen wir schon einige Flieger in der Luft, die sich durch die Wolken am Berg heraus gekämpft haben. So schön wie gestern Nachmittag ist es heute zwar nicht, aber wir entschliessen uns trotzdem, hoch zu fahren. Jeder Abgleiter ist auch immer ein Start und eine Landung. Und man kann in der Luft auf dem Weg zum Landeplatz ja ein bischen rumspielen in der Luft, nicken rollen, Ohren anlegen, anspiralen usw.
Ich gehe zum Ozonstand und laße mich von Conny zu einem Middle B Schirm beraten. Ich bin letztes Jahr am Bischling den Rush geflogen, der mir u.a. durch seine Wendigkeit angenehm in Erinnerung geblieben ist. Nur war er mir etwas zu “redsam”. Conny empfiehlt mir einen Geo, die Leichtversion des Ozon Buzz6, einem LowB Schirm, wie mein ION4.

Ich bekomme den Geo4 in der ML Variante, die von 90-104kg Startgewicht geht. Auf dem Berg gehe ich dann eine Etage über den Startplatz, da mir dort zuviel Andrang herrscht. Hier oben liegen noch Schneefelder, während am Nord Startplatz unter uns nur noch am Rand etwa Schnee liegt. Nach einigem warten und einem netten Gespräch mit einer Fliegerin aus Braunschweig lege ich dann endlich aus. Zum leichten Westwind ist mittlerweile etwas Rückenwind dazu gekommen, es ist ja auch schon nach 17Uhr. Entsprechend sehen wir einige Fehlstarts. Es wird an den Gurten gerissen, sich auf die Bremsen gestützt ins Gurtzeug gehoben, zu langsam gelaufen, zuviel gelaufen und zu wenig geführt, das man sich wundert, das so “wenig” passiert ist dieses Wochenende. Einige scheinen sich aber doch ganzschön weh getan zu haben, so sah ich zB ein Mädel, die sich das Knie sehr unsanft anhaute, da Ihr Schirm beim starten ins pendeln gerät und sie das nicht gleich unter Kontrolle bringt. So pendelt sie mit Schwung seitlich in Boden und bleibt erstmal kurz liegen. War aber wohl nichts ernstes, sie ist kurze Zeit später gut gestartet.

Solche Starts bleiben aber in Errinnerung und beim nächsten mal ist man um so aufgeregter, das kenn ich aus meinen frühen Jahren nur zu gut. Und die Unsicherheit am Start ist immer wieder mal da, wenn die Bedingungen nicht ganz einfach sind. Gerade dann sollte man sich aber sicherer sein, als wenn alles einfach ist. Ich habe diese mentale Seite des fliegens lange Zeit ziemlich ausgeblendet, erst durch die begleiteten Reisen und Sicherheitstrainings mit Airsthetik ist das bei mir mehr ins Bewusstsein gerückt, welchen Einfluss die mentale Verfassung hat. Start und Landung sind die kritischsten Phasen beim fliegen, dort passieren die meisten Unfälle. Hat man dort die nötige Ruhe und Konzentration, hat man im Flug viel mehr Zeit zum genießen. Es ist natürlich bei so einem Event nicht einfach, die Leute und den Druck um einen herum auszublenden. Darum sollte man als Anfänger vlt nicht unbedingt auf solchen Veranstaltungen seine ersten Flüge machen. Der Monag und Dienstag nach dem Event eignet sich da viel besser zum fliegen 🙂 Es sind noch einige Piloten da, aber man hat den Stress und Druck vom Wochenende nicht dabei. Die Leute sind auch viel entspannter.

Samstag 01.Juni 2019 – die Plastikwolke über’m Unterberghorn

Der Morgen beginnt mit blauem Himmel. In der Nacht hatte es nochmal geregnet, entsprechend sind noch einige Wolken am Berg, was einige Flieger aber nicht daran hindert, von der Scheibenwaldalm auf halber Höhe des Unterberghorn in die Wolkenlücken am Berg, zu starten.
Wir frühstücken erstmal gemütlich auf der Terrasse und schauen den ersten Abgleitern zu. Für Anfänger ist das die beste Zeit zum fliegen, wenn man sich dieses Event schon gibt. Die Luft ist ruhig, es sind noch kaum thermische “Störungen” dazwischen und der Andrang ist noch nicht ganz so groß, wie zu Mittagszeit, wenn die Thermikflieger kommen.

Gegen 10Uhr machen wir uns dann auch auf den Weg, um noch einen Parkplatz am Lift zu bekommen. Denn erfahrungsgemäß wird es gegen Mittag sehr voll dort, da nicht nur viele Flieger sind unterwegs, sondern auch Zuschauer. Und das Unterberghorn ist auch ein beliebter Wanderberg.
Ich mache erstmal einen 10min Flug runter, so als kleinen Guten Morgen Abgleiter. Mittags gehts dann nochmal hoch. Jeder Flug ist ja ein Start und eine Landung.

Mittags gg 13Uhr sind dann unglaublich viele Flieger in der Luft, grob geschätzt über 300. Trotz allem läuft es relativ geordnet ab, als wir da sind. Kein größeres Chaos, wie man bei sovielen Fliegern vlt annehmen könnte. Es wird ziemlich gesittet gestartet und geflogen, zu der Zeit, als ich am Berg bin. Klar gibts immer mal ein wenig durcheinander starteten und fliegen, aber das bleibt gefühlt eher die Ausnahme.
Es gibt zwei Stops wegen Hubschraubereinsatz, an dem dann doch noch ein weiß-blauer Schirm meint, er muß jetzt unbedingt raus starten, trotz am Lift durchgesagtem Startverbot. Er riskiert damit seine Fluglizenz. Wofür fragt man sich da nur. Das hier einige ohne Überlegung unterwegs sind, ist aber nichts neues. Man sieht recht viele Fehlstarts, großteils mangelnde Technik, teils Überforderung mit den Schirmen so mein Eindruck.
Starten ist jetzt auch nicht immer meine größte Qualität, aber was so manche(r) da am Schirm rumreißt, da würde ich dringend mal zur Nachschulung oder wenigstens paar Stunden auf die Wiese gehen. Kostet nicht viel, bringt aber Ruhe in den Start und einen entspannteren Flug. Ein blöder Start versaut einem oftmals auch den Flug, weil er einen länger beschäftigt, als man erstmal wahr haben will.
Und über die richtige Schirmwahl sollte man auch immer wieder mal nachdenken, wenns nicht klappt, wie man es sich wünscht.

Das gesehene motiviert natürlich einmal mehr, keine Fehler beim Start zu machen. Ich bin eine Terrasse weiter hoch über den Startplatz gelaufen, soll ja auch ein bischen eine sportliche Komponente haben das ganze. Es stehen dann mit mir etwa zehn Piloten und wir warten auf nachlassenden Rückenwind. Ich warte auf eine Phase zwischen West und Rückenwind und renne vorwärts startend mit starker Beschleunigung hinaus, endlich irgendwann gegen 13Uhr und verkrümel mich relativ schnell weg von der Plastikwolke in Richtung Kössen. Ich hab einen angenehmen Flug mit dem Geo. Der könnte schon in die engere Wahl kommen, wenn ich mal wieder einen neuen Schirm brauche. Er reagiert etwas dynamischer, als der ION4, hab ich den Eindruck, ist aber auch ein wenig unruhiger als der ION.

Ich bleibe nach dem Flug unten, das ist mir dann doch etwas viel Tuch in der Luft. Und ich hatte auch ein paar merkwürdige Begenungen in der Thermik, bei denen ich mich fragte, was hat mein Gegenüber vor, das er dirkekt auf mich zufliegt, statt in den Thermikkreis einzusteigen oder dran vorbei zu fliegen. Die AK’s sind halt überall.

Sonntag 02.Juni 2019 – die Plastikwolke ist kleiner

Am Sonntag dann wieder blauer Himmel am Morgen. Wir frühstücken auf der Terrasse vorm Haus mit Blick auf den wilden Kaiser. Dann beschließen wir einen Flug. Ich fahre selbst zum Landeplatz, da ich ja heute Abreise habe. Da niemand nachkommt, kann ich meine Sachen im bis zum Nachmittag im Zimmer lassen. etwas ruhiger, gefühlt weniger Piloten und durch einige Rettungseinsätze, bei denen zum Glück wohl niemand ernsthaft zu schaden kam, etwas entspannteres Kurbeln in der Thermik, dann bei Hubschraubereinsatz jedesmal Startverbot herrschte. Wohl dem, der rechtzeitig raus kam. Ich hatte mir beim Pier einen Buzz6 ausgeliehen, weil es am Ozon Stand immer etwas schwierig war, einen Schirm in der passenden Größe zu bekommen.
Oben am Berg ist dann einer der besagte Rettungseinsätze mit Startverbot, weil ein Paraglider am Retter auf der Westseite runter gegangen ist. Falls Du das hier liest, melde Dich, ich hab davon ein paar Fotos und Videos gemacht, falls Du das sehen willst.

Der Buzz startet super, kommt gerade hoch und bleibt über mir stehen, was mir sofort sympathisch ist 🙂 Beim ION hab ich immer mal das Gefühl, das er etwas überempfindlich darauf reagiert, wenn man ihn nicht ganz akurat gerade aufzieht. Wenn die Bedinungen etwas anspruchsvoller am Start sind, dann hat man mit den Öhrchen schnell mal unsaubere Zustände. Ich hatte da schon einige Starts, wo ich mich fragte, was hab ich denn nun schon wieder falsch gemacht.

… weiterhin in Arbeit …

Es kamen einem nicht soviele Piloten frontal entgegen beim Thermikkreisen 🙂 das war schon angenehmer als gestern.

Privacy – Browser Erweiterungen

Hier noch eine unvollständige Liste von Erweiterungen zu meinem Artikel zur Privacy im Internet, sogenannten AddOns für die von mir bevorzugten Webbrowser Opera und Mozilla Firefox, die von verschiedenen Seiten zum sicheren und privaten surfen empfohlen werden. Diese AddOns müssen zum Teil noch konfiguriert werden. Einen gewissen Aufwand für seine Privatshpäre muss man leider treiben. Daheim werden ja auch Gardinen, Schlösser und Riegel installiert, um seine Intimsphäre zu schützen 🙂

DuckDuckGo : Browser, Suchmaschine und Add On zum privaten surfen im Internet
FirefoxOpera

adBlockPlus – blockt Werbung über eine White/Black List
FirefoxOpera

NoScript : sehr gutes, flexibles AO zum Tracking blocken
FirefoxOpera

Disconect : visualisiert und blockt Seiten die User tracken
FireFoxOpera

Ghostery – blockt Trackingverfahren auf Webseiten
FirefoxOpera

NoFlash – blockt automatisch ablaufende Flashelemente und spielt sie erst auf Klick ab#
FirefoxOpera

uBlock – effizienter Blocker mit verschiedenen Listen und Konfigurationsmöglichkeiten
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2014-10 Ölüdeniz

2014-10 wieder in Ölüdeniz

Im Oktober 2014 waren wir wieder in Ölüdeniz an der türkischen Ägäisküste zum Urlauben und Gleitschirmfliegen. Wir ein günstiges Eröffnungsangebot im Lykiaworld Sentido bekommen, das renoviert und umgestaltet wurde und nun ein 16Jahre plus Hotel ist, für alle Gäste, die Urlaub in Ruhe verbringen wollen oder Kinderschreie und lauter Animationsmusik.
Das Hotel ist sehr angenehm eingerichtet, durch all-inclusive kann
man jederzeit essen und trinken was man möchte, also nicht unbedingt was für die schlanke Linie 🙂 Im Wald zum Wasser hat man kleine Inseln der Ruhe geschaffen mit Hängematte und Tischen dabei, für die Getränke.

Wir fanden das sehr gelungen. Leider sind die Preise nach dem Eröffnungsangebot recht hoch geworden. Da muss man vlt einfach mal außerhalb der Saison auf Schnäppchen Jagd gehen. Für mich ist die Türkei derzeit aber kein Ziel mehr, auf Grund der Politischen Situation in diesem Land.

Zum Gleitschirm ist es etwas suboptimal, da man immer mit dem Taxi nach Ölüdeniz zu Gravity fahren muss, sofern man keinen Mietwagen hat oder die 3km nicht laufen möchte, die vor der Lykiaworld warten oder auch angefordert werden können aus dem Hotel.

Gravity organisierte bisher die Auffahrten auf den Babadag. Die neue Seilbahn hoch zum Startplatz ist nun in Betrieb, da ist die Frage, wie sich das Geschäft dort für die Fahrbetriebe entwickelt hat. Vielleicht hat ja jemand ein paar aktuelle Infos für mich und schickt mir eine eMail.

2014 musste ich also jedesmal nach Ölüdeniz mit dem Taxi fahren, da mir die 3km bei 40Grad einfach zu weit waren. Wäre eigentlich ein gutes Training gewesen, aber damals dachte ich da noch nicht so drüber nach 🙂 Man läuft da auch gute 40min. Für knapp 10Euro fuhr mich einer der Taxifahrer nach Ölüdeniz, gab mir seine Visitenkarte und wollte mich auch wieder zurück fahren, wenn ich Abends heim will. Bezahlen erst am Abend. Meine Freundin lief dann, wenn ich sagte ich starte zum letzten Flug, nach Ölüdeniz und wir gingen dort noch einen Cocktail trinken und flanierten durch die Stadt.

Ein Anruf beim Taxifahrer und kurze Zeit später fuhr uns dieser nach Hause. Für meine Freundin hatte er glaub ich nichts extra berechnet, bestand aber drauf, das ich ihn am nächsten Tag wieder anrufe 🙂
Ich glaube man nennt das Koppelgeschäfte. Aber er war nett und ich hatte kein Problem damit. So fuhr er uns einige mal in dieser schönen Urlaubswoche.

Die Flüge waren sehr angenehm, konnte zum Teil ans Ende der Lagune fliegen und dort noch ein wenig Höhe machen an den Felsen. Einzig das warten auf den richtigen Wind war manchmal nervig, immer wieder zogen mal Wolken vor den Startplatz, dann wurde es kalt und wenn es ein Loch gab, stürzten sich gleich alle in die Luft.
Und meine Landungen klappten immer noch nicht ganz so, wie ich wollte. Irgendwie saß mir mein Absturz noch in den Knochen.

Privacy - Foto by https://www.pexels.com/

Privacy im Internet

Warum Privacy?
Man kann Privacy auch mit Intimsphäre übersetzen, was das Thema in meinen Augen besser trifft. Ein beliebter Spruch, den man immer wieder von Leuten hört, die sich noch nicht viele Gedanken darüber gemacht haben, lautet: Ich habe nichts zu verbergen.
Darauf kann ich nur sagen: Warum klebt Ihr dann Eure Briefe zu, schließt Eure Haustüren ab und hängt Gardinen vor die Fenster?

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2011-10 Ölüdeniz Babadag

im Oktober 2011 gings mit der Ronneburg Hot Sport nach Ölüdeniz. Dieser legendäre Hotspot in der Ägäis wurde schon von vielen Piloten gerühmt, wegen seiner Alpinen Flugbedingungen, Start über 2000m, und seiner traumhaften Kulisse mit Landung direkt am Meer, magischen Sonnenuntergängen und der (damals) für türkische Verhältnisse sehr guten Infrastruktur rund um Unterkunft in der Lykia World, einem ehemaligen Robinson Club und der organisierten 45minütigen Auffahrt auf den 2200m hohen Babadag. Die Auffahrt war (damals 2011) noch recht abenteuerlich, auf Felsenpisten dicht am Abgrund. Der TÜV hätte hier wohl sofort alles motorisierte still gelegt, aber es hielt und wir kamen immer ohne Zwischenfälle auf den Berg. Mittlerweile (Stand 2015) kommt man gut organisiert mit Escape auf den Berg. Es war auch ein Lift im Gespräch. Da ich mit der Erdogan Politik nicht einverstanden bin, war ich seit 2015 nicht mehr dort und weiß nicht, was draus geworden ist. 2011 waren wir in der Lykia World untergebracht, die sehr schön eingerichtet und komfortable war. Es gibt mehrere Restaurants und auch für die mitreisenden Nichtflieger ist für viel Unterhaltung gesorgt, über Bogenschießen, Golf und Tauchen gab es einige sportliche Betätigungen. Für das leibliche Wohl wurde in mehreren Restaurants und extra buchbaren Spezialitäten Restaurants, sowie auch verschiedene Spa Behandlungen gab es ebenfalls.

2014 waren ich mit meiner damaligen Freundin nochmal dort, allerdings im Sentido, dem Erwachsenen Teil der Lykia World. Das war sehr angenehm, wenn man seine Ruhe haben will, da dort nur Erwachsene waren. Wir hatten ein schönes Eröffnungsangebot gefunden und verbrachten eine schöne Zeit dort. Mittlerweile ist es recht teuer geworden finde ich. Aber die Lage und die Ausstattung machen den Preis wohl möglich.

Hier sind einige Bilder