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2019-06 Kössen Testival

Nachdem der StubaiCup im Frühjahr abgesagt werden musste, war heuer war mal wieder Kössen Testival geplant. Mit rund 7500 Flügen diesmal auch wieder ein riesiges Event in der Gleitschirmszene. Die Vorhersagen sahen eher nach Absage aus, nur Regen und Wolken. Meine Freundin konnte leider aus familiären Gründen nicht mit, so habe ich bei Rita erst storniert und dann kurzfristig neu gebucht, was zum Glück auch problemlos ging. Da ich meiner Freundin nichts helfen konnte, dachte ich mir, ich brauche mal eine kleine Auszeit. Und Kössen ist eh immer für eine (Wetter-)Überraschung gut, also versuche ich es einfach mal. Zum Glück war noch ein kleines Zimmer frei mit Blick aufs Unterberghorn, dem Flugberg in Kössen.

Die Autobahn war relativ frei am Mittwoch Nachmittag, nur die vielen Baustellen auf der A3 haben tierisch genervt. Vor den Sommerferien soll wohl noch schnell alles fertig gebaut werden. Die Münchner Ring Zufahrt von der A9 war verstopft wegen einer Baustelle, so versuchte ich eine Abkürzung auf der Parallelstrasse. Das ging recht gut, bis ich wieder auf den Ring auffahren musste. Im weiteren Verlauf wurde das Inntaldreieck als Staustelle im Navi angezeigt. Also versuchte ich es über Miesbach auf der Landstrasse. Das erwies sich leider nicht als sehr hilfreich, da einige Abschnitte der 307 gesperrt waren wegen Feierlichkeiten oder Baustellen. So kam ich genauso spät an, als wenn ich mich in den prognostizierten Stau gestellt hätte. Manchmal ist das sture auf der Autobahn bleiben vlt. doch die bessere Wahl.

am Mittwoch Abend regnet es noch

Da meine Freunde erst am nä Tag anreisen können, gehe ich, nach einer herzlichen Begrüßung im Landhaus Greiderer, im Nieselregen zur Kaiseralm am Eurocamping. Die Kaiseralm ist ein Restaurant auf dem Campingplatz, das auch von außen zugänglich ist. Nach einem kleinen Anstieg kommt man in 5-10min von der Pension dorthin. Es gibt eine leckere Tiroler Leber Pfanne, die wie immer ein Genuß ist und dazu ein Zwickel Bier. Endlich Urlaub, denke ich so bei mir, als ich auf dem Rückweg die Wolken, die überall dicht über dem Boden unterwegs sind, sehe, Der Regen muss ja irgendwo hin, wenn er nicht abgelaufen ist. Die Bauern hat das Frühjahr gefreut, der Tourismus war damit wohl eher unzufrieden.

am späten Abend sind noch viele Wolken unterwegs
Donnerstag 30.Mai 2019 Wandertag

Am nächsten Morgen dann wieder Regen. Nach einem kurzen Frühstück schnell in den M-Preis Supermarkt, Wasser und ein paar Snacks holen. Mittags fahren Jenny, die in der Nacht angekommen ist, und ich zum wandern ins Kaiserbachtal. Der Regen hat aufgehört, aber am Berg ist noch alles voller Wolken. Ob da heut noch was zum fliegen geht ? Der Bauern mit dem ich spreche, ist sich da auch nicht ganz sicher, also nutzen wir die Zeit und bewegen uns etwas. Wir wollen 16Uhr zurück sein, also bleiben wir im Tal und laufen nicht zur Scheibenbichlalm hinauf. Bis zur Fischbachalm ists etwa eine Stunde, das passt uns prima. Wir verpassen leider den Einstieg zum Wanderweg, der parallel zur Strasse verläuft. Der befindet sich vor der Brücke zum Parkplatz links.

Es nieselt ein bischen, aber wir sind gut gerüstet und die Stunde Fußmarsch, mit gemütlichem Anstieg zur Fischbachalm, vergeht wie im Fluge. Wir beschliessen, nicht einzukehren und laufen wieder zurück, damit wir gg 16Uhr an der Bergbahn sind. Wir wussten nicht genau, wie lange der Lift offen hat. Zum Testival werden die Öffnungszeiten aber meist verlängert, diesmal bis 17.30Uhr.
Als wir wieder nach Kössen kommen, fliegen die ersten schon. Wir packen unsere Sachen und fahren hoch, beschliessen, einen kleinen Abgleiter zu machen zum eingewöhnen. Der Regen verzieht sich endlich und die Wolken reißen etwas auf und geben blauen Himmel frei. Als wir oben stehen, sind recht gute Bedingungen zum starten. Am Startplatz liegen noch ein paar Schneefelder, die einen Tag später am Fr. abgetaut sind, durch den Regen und die warme Luft.
Es war voll, etwa wie an einem normalen Kössen Wochenende, würde ich sagen. Man macht sich fertig, steht 10min an und kann dann rausstarten. Das klappt bei uns auch gut, da sich alle geduldig anstellen. Zum eingewöhnen wars genau richtig.

Freitag 31.Mai 2019 noch ein Wandertag ?

Am Freitag dann wieder ein verregner Morgen. Wir beschliessen kurzfristig auf dem ehemaligen Schmugglerweg zur Wallfahrtskirche Maria Klobenstein zu wandern. Wir beginnen an der Holzbrücke am Mühlbachweg. Von dort zur Wallfahrtskirche ist man gemütlich etwa 40-50min unterwegs.
Auf der Westseite des Flusses hinter der Holzbrücke ist ein kostenpflichtiger Parkplatz (3.-€).
Der Weg ist augeschildert (nicht den Weg nach der Brücke direkt am Fluss nehmen) und geht an einem Haus durch das Tor im Stauwehr hindurch den Berg hinauf. Der Weg ist anfangs ein Schotterweg, später dann ein guter Wanderweg mit ein paar Steigungen, rutschigen Stellen und Wurzeln auf dem Weg. Gutes Schuhwerk und etwas Trittsicherheit sollte man hier mitbringen, für Kinderwagen ist er eher anspruchsvoll.
Auf dem Weg die Augen offen halten, denn am Wegesrand sieht man u.U. interessantes, wie zum Beispiel große Weinbergschnecken und Feuersalamander sowie eine recht üppige Pflanzenwelt.

Der Weg führt komplett durch den Wald, an einigen kleineren Wasserfällen vorbei. An heißen Tagen hat man hier ein angenehmeres Klima als im Kössener Tal. Man kann den Weg auch weiter nach Deutschland laufen, oder, wie wir, rechts den Berg hinunter abbiegen zur Wallfahrtskirche. Wenn man den Wanderweg nicht zurück gehen möchte, muss man leider auf der Strasse zurück gehen, das ist aber nichts mit Kindern, da man direkt auf der Strasse läuft. Es fährt von der Wallfahrtskirche auch ein Bus nach Kössen. An der Wallfahrtskirche gibt es ein Restaurant. Wir essen und trinken eine Kleinigkeit und laufen die Strasse wieder zurück, da wir nach Möglichkeit ja noch fliegen wollen. Man läuft etwa 30-40min zurück bis zur Holzbrücke kurz vorm Ortsausgang.

Als wir das Unterberghorn endlich im Blick haben, sehen wir schon einige Flieger in der Luft. So schön wie gestern Nachmittag ist es heute zwar nicht, aber wir entschliessen uns, hoch zu fahren. Ich gehe zum Ozonstand und laße mich von Conny zu einem Middle B Schirm beraten. Ich bin letztes Jahr am Bischling den Rush geflogen, der mir u.a. durch seine Wendigkeit angenehm in Erinnerung geblieben ist. Nur war er mir etwas zu “redsam”. Conny empfiehlt mir einen Geo, den Leichtschirm des Ozon Buzz6, einem LowB Schirm, wie mein ION4.
Ich bekomme den Geo4 in der ML Variante, die von 90-104kg Startgewicht geht. Auf dem Berg gehe ich dann eine Etage über den Startplatz, da mir dort zuviel Andrang herrscht. Hier oben liegen noch Schneefelder, während am Nord Startplatz unter uns nur noch am Rand etwa Schnee liegt. Nach einigem warten und einem netten Gespräch mit einer Fliegerin aus Braunschweig lege ich dann endlich aus. Zum leichten Westwind ist mittlerweile Rückenwind dazu gekommen. Entsprechend sehen wir einige Fehlstarts. Es wird an den Gurten gerissen, sich auf die Bremsen gestützt ins Gurtzeug gehoben, zu langsam gelaufen, zuviel gelaufen und zu wenig geführt, das man sich wundert, das so “wenig” passiert ist dieses Wochenende. Einige scheinen sich aber doch ganzschön weh getan zu haben, was ich so sah. ZB ein Mädel haute sich das Knie sehr unsanft an, da Ihr Schirm beim starten ins pendeln gerät und sie das nicht gleich unter Kontrolle bringt. So haut sie mit Schwung seitlich in Boden und bleibt erstmal kurz liegen.

Das gesehene motiviert natürlich einmal mehr, keine Fehler beim Start zu machen. Wir stehen etwa zu zehnt und warten auf nachlassenden Rückenwind. Ich warte auf eine Phase zwischen West und Rückenwind und renne vorwärtsstartend mit starker Beschleunigung hinaus. Der Geo4 startet super, kommt gerade hoch und bleibt über mir stehen, was mir sofort sympathisch ist 🙂 Beim ION hab ich immer mal das Gefühl, das er etwas überempfindlich darauf reagiert, wenn man ihn nicht ganz akurat gerade aufzieht. Wenn die Bedinungen etwas anspruchsvoller am Start, dann hat man mit den Ohren schnell mal unsaubere Zustände. Ich hatte da schon einige Starts, wo ich mich fragte, was hab ich denn nun schon wieder falsch gemacht.
Ich komme gut raus und hab einen angenehmen Flug mit dem Geo. Der könnte schon in die engere Wahl kommen, wenn ich mal wieder einen neuen Schirm brauche. Er reagiert etwas dynamischer, als der ION4, hab ich den Eindruck.

… weiterhin in Arbeit …

Samstag 01.Juni 2019 die Plastikwolke über dem Unterberghorn

Der Morgen beginnt mit blauem Himmel. In der Nacht hatte es nochmal geregnet, entsprechend sind noch einige Wolken am Berg, was einige Flieger aber nicht daran hindert,
von der Scheibenwaldalm auf halber Höhe des Unterberghorn zu starten. Wir frühstücken erstmal gemütlich auf der Terrasse und schauen den Abgleitern zu. Gegen 10Uhr machen wir uns dann auch auf den Weg, um noch einen Parkplatz am Lift zu bekommen. Der Erfahrungsgemäß wird es gegen Mittag sehr voll dort. Nicht nur viele Flieger sind unterwegs, das Unterberghorn ist auch ein beliebter Wanderberg


von der unglaublich viele Flieger in der Luft, geschätzt über 300. Trotz allem läuft es sehr gut ab, kein Chaos, viele Fehlstarts sind zu sehen, teils mangelnde Technik, teils Überforderung mit den schirmen hab ich so den Eindruck. Starten ist jetzt auch nicht immer meine größte Qualität, aber was so manche(r) da am Schirm rumreißt, da würde ich dringend mal zur Nachschulung gehen. Kostet nicht viel, bringt aber viel Ruhe in den Start und einen entspannteren Flug. Und vlt sollte so manche(r) auch mal über die Schirmwahl nachdenken.

Am Sonntag dann wieder blauer Himmel am Morgen. Wir frühstücken auf der Terrasse vorm Haus mit Blick auf den wilden Kaiser. Dann beschließen wir einen Flug. Ich fahre selbst zum Landeplatz, da ich ja heute Abreise habe. Da niemand nachkommt, kann ich meine Sachen im bis zum Nachmittag im Zimmer lassen. etwas ruhiger, gefühlt weniger Piloten und durch einige Rettungseinsätze, bei denen zum Glück wohl niemand ernsthaft zu schaden kam, etwas entspannteres Kurbeln in der Thermik, dann bei Hubschraubereinsatz jedesmal Startverbot herrschte. Wohl dem, der rechtzeitig raus kam. Ich hatte mir beim Pier einen Buzz6 ausgeliehen, weil es am Ozon Stand immer etwas schwierig war, einen Schirm in der passenden Größe zu bekommen. Oben war dann einer der besagte Rettungseinsätze mit Startverbot, weil ein Paraglider am Retter auf der Westseite runter gegangen ist. Falls Du das hier liest, melde Dich, ich hab davon ein paar Fotos und Videos gemacht, falls Du das sehen willst.

Es kamen einem nicht soviele Piloten frontal entgegen beim Thermikkreisen 🙂

Privacy – Browser Erweiterungen

Hier noch eine unvollständige Liste von Erweiterungen zu meinem Artikel zur Privacy im Internet, sogenannten AddOns für die von mir bevorzugten Webbrowser Opera und Mozilla Firefox, die von verschiedenen Seiten zum sicheren und privaten surfen empfohlen werden. Diese AddOns müssen zum Teil noch konfiguriert werden. Einen gewissen Aufwand für seine Privatshpäre muss man leider treiben. Daheim werden ja auch Gardinen, Schlösser und Riegel installiert, um seine Intimsphäre zu schützen 🙂

adBlockPlus – blockt Werbung über eine White/Black List
FirefoxOpera

NoScript : sehr gutes, flexibles AO zum Tracking blocken
FirefoxOpera

Disconect : visualisiert und blockt Seiten die User tracken
FireFoxOpera

Ghostery – blockt Trackingverfahren auf Webseiten
FirefoxOpera

NoFlash – blockt automatisch ablaufende Flashelemente und spielt sie erst auf Klick ab#
FirefoxOpera

uBlock – effizienter Blocker mit verschiedenen Listen und Konfigurationsmöglichkeiten
FirefoxOpera

DeCentralEyes – filtert Ressourcen auf CDN Frameworks und hält sie lokal vorrätig
FirefoxOpera

2014-10 Ölüdeniz

2014-10 wieder in Ölüdeniz

Im Oktober 2014 waren wir wieder in Ölüdeniz an der türkischen Ägäisküste zum Urlauben und Gleitschirmfliegen. Wir ein günstiges Eröffnungsangebot im Lykiaworld Sentido bekommen, das renoviert und umgestaltet wurde und nun ein 16Jahre plus Hotel ist, für alle Gäste, die Urlaub in Ruhe verbringen wollen oder Kinderschreie und lauter Animationsmusik.
Das Hotel ist sehr angenehm eingerichtet, durch all-inclusive kann
man jederzeit essen und trinken was man möchte, also nicht unbedingt was für die schlanke Linie 🙂 Im Wald zum Wasser hat man kleine Inseln der Ruhe geschaffen mit Hängematte und Tischen dabei, für die Getränke.

Wir fanden das sehr gelungen. Leider sind die Preise nach dem Eröffnungsangebot recht hoch geworden. Da muss man vlt einfach mal außerhalb der Saison auf Schnäppchen Jagd gehen. Für mich ist die Türkei derzeit aber kein Ziel mehr, auf Grund der Politischen Situation in diesem Land.

Zum Gleitschirm ist es etwas suboptimal, da man immer mit dem Taxi nach Ölüdeniz zu Gravity fahren muss, sofern man keinen Mietwagen hat oder die 3km nicht laufen möchte, die vor der Lykiaworld warten oder auch angefordert werden können aus dem Hotel.

Gravity organisierte bisher die Auffahrten auf den Babadag. Die neue Seilbahn hoch zum Startplatz ist nun in Betrieb, da ist die Frage, wie sich das Geschäft dort für die Fahrbetriebe entwickelt hat. Vielleicht hat ja jemand ein paar aktuelle Infos für mich und schickt mir eine eMail.

2014 musste ich also jedesmal nach Ölüdeniz mit dem Taxi fahren, da mir die 3km bei 40Grad einfach zu weit waren. Wäre eigentlich ein gutes Training gewesen, aber damals dachte ich da noch nicht so drüber nach 🙂 Man läuft da auch gute 40min. Für knapp 10Euro fuhr mich einer der Taxifahrer nach Ölüdeniz, gab mir seine Visitenkarte und wollte mich auch wieder zurück fahren, wenn ich Abends heim will. Bezahlen erst am Abend. Meine Freundin lief dann, wenn ich sagte ich starte zum letzten Flug, nach Ölüdeniz und wir gingen dort noch einen Cocktail trinken und flanierten durch die Stadt.

Ein Anruf beim Taxifahrer und kurze Zeit später fuhr uns dieser nach Hause. Für meine Freundin hatte er glaub ich nichts extra berechnet, bestand aber drauf, das ich ihn am nächsten Tag wieder anrufe 🙂
Ich glaube man nennt das Koppelgeschäfte. Aber er war nett und ich hatte kein Problem damit. So fuhr er uns einige mal in dieser schönen Urlaubswoche.

Die Flüge waren sehr angenehm, konnte zum Teil ans Ende der Lagune fliegen und dort noch ein wenig Höhe machen an den Felsen. Einzig das warten auf den richtigen Wind war manchmal nervig, immer wieder zogen mal Wolken vor den Startplatz, dann wurde es kalt und wenn es ein Loch gab, stürzten sich gleich alle in die Luft.
Und meine Landungen klappten immer noch nicht ganz so, wie ich wollte. Irgendwie saß mir mein Absturz noch in den Knochen.

Privacy - Foto by https://www.pexels.com/

Privacy im Internet

Warum Privacy?
Man kann Privacy auch mit Intimsphäre übersetzen, was das Thema in meinen Augen besser trifft. Ein beliebter Spruch, den man immer wieder von Leuten hört, die sich noch nicht viele Gedanken darüber gemacht haben, lautet: Ich habe nichts zu verbergen.
Darauf kann ich nur sagen: Warum klebt Ihr dann Eure Briefe zu, schließt Eure Haustüren ab und hängt Gardinen vor die Fenster?

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2011-10 Ölüdeniz Babadag

im Oktober 2011 gings mit der Ronneburg Hot Sport nach Ölüdeniz. Dieser legendäre Hotspot in der Ägäis wurde schon von vielen Piloten gerühmt, wegen seiner Alpinen Flugbedingungen, Start über 2000m, und seiner traumhaften Kulisse mit Landung direkt am Meer, magischen Sonnenuntergängen und der (damals) für türkische Verhältnisse sehr guten Infrastruktur rund um Unterkunft in der Lykia World, einem ehemaligen Robinson Club und der organisierten 45minütigen Auffahrt auf den 2200m hohen Babadag. Die Auffahrt war (damals 2011) noch recht abenteuerlich, auf Felsenpisten dicht am Abgrund. Der TÜV hätte hier wohl sofort alles motorisierte still gelegt, aber es hielt und wir kamen immer ohne Zwischenfälle auf den Berg. Mittlerweile (Stand 2015) kommt man gut organisiert mit Escape auf den Berg. Es war auch ein Lift im Gespräch. Da ich mit der Erdogan Politik nicht einverstanden bin, war ich seit 2015 nicht mehr dort und weiß nicht, was draus geworden ist. 2011 waren wir in der Lykia World untergebracht, die sehr schön eingerichtet und komfortable war. Es gibt mehrere Restaurants und auch für die mitreisenden Nichtflieger ist für viel Unterhaltung gesorgt, über Bogenschießen, Golf und Tauchen gab es einige sportliche Betätigungen. Für das leibliche Wohl wurde in mehreren Restaurants und extra buchbaren Spezialitäten Restaurants, sowie auch verschiedene Spa Behandlungen gab es ebenfalls.

2014 waren ich mit meiner damaligen Freundin nochmal dort, allerdings im Sentido, dem Erwachsenen Teil der Lykia World. Das war sehr angenehm, wenn man seine Ruhe haben will, da dort nur Erwachsene waren. Wir hatten ein schönes Eröffnungsangebot gefunden und verbrachten eine schöne Zeit dort. Mittlerweile ist es recht teuer geworden finde ich. Aber die Lage und die Ausstattung machen den Preis wohl möglich.

Hier sind einige Bilder

Col Rodella

2018-09 Dolomiten Fassatal

2018-09 Dolomiten Tour ins Fassatal nach Campitello

Mitte September gings ins Fassatal nach Campitello. Der Wetterbericht sagte eine halbe Woche nichts gutes voraus, so dachte ich mir, das ich eine verregnete, vielleicht sogar verschneite Woche in den Dolomiten verbringen würde.
Wenn Englein reisen, ist aber meist schönes Wetter. Und so kann ich freudig sagen, das wir eine Hammerwoche in diesem atemberaubend schönen Fluggebieten verbracht haben. Ich als Neuling der Gruppe habe viele intensive Eindrücke gesammelt und bin immer noch ganz aufgeregt über die Erlebnisse im wohl schönsten Eck der Dolomiten.

Bevor man sich überlegt, in die Dolomiten zu fahren, sollte man sich erstmal umfassend informieren, da es definitv kein Anfängergebiet ist. Ich denke, man sollte am Anfgang unbdeingt mit erfahrenen Fliegern fahren, die schon einige Dolomiten Flüge hinter sich haben, um sich Ärger und Unfälle zu ersparen.

Eine sehr gute Einführung gibt dieser Artikel von Markus Haubt aus dem Jahre 2006, der immer noch aktuell ist, da er die schwierigen Windverhältnisse an der Col Rodella gut beschriebt. Wir hatten eine Woche mit recht schwachem Nordwind, allerdings war ich von der teils heftigen Thermik überrascht.

Nach 30min hatte ich meist die Nase voll von der Schaukelei und bin Richtung Landeplatz geflogen. Es reißt am Schirm herum, das man sich oftmals fragt, was geht hier ab, was mach ich hier überhaupt. Es tat richtige Schläge. Ich hab ja schon einiges an Thermik erlebt, aber das war schon krass. Gute Schirm Kontrolle und aktives fliegen sind die Mindestvoraussetzungen für dieses Fluggebiet, meine ich.
Ich will wirklich keine Panik machen, aber die im September noch recht heftige Thermik ist nicht zu unterschätzen, im Sommer dürfte das ganze noch einen Tick heftiger sein.

In den ersten Tagen sind wir meist gg 11uhr am Südstart an der Col Rodella raus gegangen. Es waren spektakuläre Starts anderer Piloten zu sehen, wo man sich fragte, weiß der Pilot, was er da tut? Die meisten kamen aber sehr gut in die Luft. In der ganzen Woche haben wir nur zwei Hubschrauber Einsätze mitbekommen, die aber wohl Wanderern oder Kletterern galten.

Wir schauten uns das immer eine Weile von der Terrasse der Bergstation an und gingen dann nach diesem “Kino” zum Startplatz und starteten nach und nach raus. Die geübten unter uns erzählten am Abend dann, wo sie überall rumgeflogen sind. Ich war nach den ersten Tagen etwas frustriert, da ich meist nach 30Minuten oder auch weniger wieder unten stand. Andererseits hatte ich auch teilweise keinen Bock mehr auf diese heftige Thermik. Der Ehrgeiz war durch die Gruppe trotzdem geweckt und so versuchte ich jeden Tag mein bestes um hoch zu kommen und oben zu bleiben, was sich als nicht ganz einfach erwies.

Frühstück gabs in der Pension. Martin, unser Reise Organisiator, kümmerte sich gut uns und versorgte uns morgens mit frsichen Brötchen und mit Infos zum Wetter. Nach dem Frühstück gings kurz in den Ort, Waren des täglichen Bedarfs holen. Dann war es bald 10Uhr und wir sind hochgefahren zur Rodella. Wir sind die ganze Woche nur zur Rodella gefahren, da man dort ja in fast alle Windrichtungen starten kann. Abends gingen wir meist in einer der vielen Restaurants essen, die sich in und um Campitello verteilen.

Nach drei oder vier Tagen Sicherheitstraining am Berg 🙂 in denen ich meinen Schirm ein paarmal wieder einfangen musste und nun wusste, das meine Sicherheitstrainings, die Jahre vorher, sehr gut angelegtes Geld gewesen sind, habe ich dann endlich einen Wahnsinnsflug gehabt, von dem ich Euch gern berichten möchte.

Wir starteten wieder gegen Mittag raus, nachdem zwei kleine Dust Devils über den Oststartplatz gezogen waren und einige ausgelegte Schirme sowie Drachenflieger zu Recht nervös machten. Wenn einen so eine kleine Windhose erwischt, kann das schnell gefährlich werden. In Algodonales habe ich das dieses Jahr im April miterlebt, wie es einen unserer Piloten in der Gruppe hochgerissen hat und nur durch die geistesgegenwärtige Reaktion eines beistehenden Piloten wohl schlimmeres verhindert wurde. Der Pilot wurde mit einer unglaublichen Geschwindigkeit über den Boden gerissen und zum Glück in einen Busch geschleudert und nicht an einen Felsen. Ausser einem Schreck ist ihm nichts passiert, er flog kurz darauf noch 2Std. in der Gegend herum 🙂
Also wenn Ihr sowas mal auch nur im Ansatz seht, Schirm sichern und auf den Boden legen mit allem was fliegen könnte.

Die Drachenpiloten eilten auch blitzartig zu Ihren Geräten und hielten alles fest. Es hat ein paar Sachen, sogar aus einem offenen Packsack einige Meter hochgerissen und einfach wieder fallen lassen. Zum Glück ist niemandem etwas passiert. Nach diesem kurzen Schreck ging alles weiter wie gehabt. Auch wir starteten kurze Zeit später hinaus. Leider verlor ich recht schnell meine Leute aus den Augen, in der Masse der Schirme. So das ich nun allein sehen musste, wenn ich Strecke fliegen wollte, wie ich wohin komme. Ich kann östlich am Ende der Rippe der Col Rodella gut aufdrehen, in einem Bart, der dort regelmäßig zu finden ist.

Ich kurbelte mir also den Wolf, bis ich hoch genug war, um zur Langkofelgruppe hinter der Rodella zu fliegen. Ich kam dort mit guter Höhe an und konnte auch noch weiter aufdrehen und wollte mal Richtung Rosengarten fliegen. Der eigentlich Plan war aber die Marmolata. Also drehte ich um, sobald ich zuviel sinken am Rand der Kofelgruppe bekam.

2016-04 Sloweniensafari

Im Juni 2016 ging es mit Freunden nach Slowenien, ins Soca Tal bei Tolmin und Kobarid. Wir haben uns bei Wolfgang Reinlt’s Paragliding Adventure eingebucht und uns von ihm durch das schöne Soca Tal chauffieren lassen. Er bietet einen Rundum-Service an, ähnlich Gerado in Algodonales: von der Unterkunft, über Wetterbriefing und Startplatz Transport, sowie Ausgeh- und Wander Tipps haben sich Wolfgang und seine Frau hilfsbereit und freundlich um einen entspannten Urlaub für uns gekümmert.

Ich hoffe, wir finden bald mal wieder Zeit, an die Soca zu fahren. Ich musste noch bis zum letzten Tag arbeiten. Aber so ist das im Schichtdienst nun manchmal. Dafür musste ich aber nur 3Tage frei nehmen, da die Urlaubswoche zum Teil in meine freien Tage fiel. Die Anfahrt über die A3, A9, München, Salzburg, Villach, verlief bei mir recht reibungslos. Um 5Uhr ging es schon los, aber um 8uhr muss ich mich hinter Nürnberg erstmal 1std ablegen, der Nachtschlaf war schlecht nach der Frühschichtwoche.

Dann gabs 3km Stau am Mü Ring an der Auffahrt zur A8, den ich aber umfahren kann. Durch Österreich an Salzburg und Bischofshofen vorbei auf der A10 ging es ohne Probleme. In Villach tanke ich für 1.33€ Diesel in einem Gewerbegebiet und denke über einen Flug am Ossiacher See nach. Das verwerfe ich aber rasch angesichts von gefühlten 40Grad Lufttemperatur. Ins Soca Tal fahre ich über den Predilpass, der mittlerweile gut ausgeschildert ist (Richtung Slowenien und Bovec). Viele Motorräder sind unterwegs, einige nervig laut und mit unangemessenem Speed rasen sie um enge uneinsehbare Kurven.

weiter zum ersten Tag, dem 16.6.2012

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Föhn Gefahr in den Alpen erkennen

Auf der Webseite ProfiWetter.ch findet man aktuelle Wetterdaten, die mit dem Vorhersageverfahren MOS (Model Output Statistics) erstellt wurden. Dazu fließen in die Vorhersagedaten auch “Erfahrungswerte” aus Wettersituationen der Vergangenheit ein. So will man genauere Vorhersagen für Gebiete mit eigenem Mikroklima schaffen, die durch die normalen Wettermodelle nicht abgebildet werden.

Die folgenden Vorhersagen stammen von dieser Seite und repräsentieren die markanten Fön Vorhersagepunkte Jungfraujoch, Reschenpass, Patscherkofel und Sonnblick:


JungfraujochJungfraujoch

ReschenpassReschenpass


PatscherkofelPatscherkofel


Sonnblick (Nähe Großglockner)Sonnblick

Bei diesen Stationen sollte man sich, laut LU Glidz die Windwerte der vergangenen 12Std. anschauen.
Zusätzlich sollte man sich noch den Luftdruck in Innsbruck und Bozen, bzw Lugano und Zürich für die Schweiz anschauen. Liegt dieser um mehr als 4hPa auseinander, kann man von einer Föhnlage ausgehen.

Weitere Föhn Info Seiten :
Planat.ch mit Föhn Infos
Föhn Wetter bei bergwelten.com

2015-10 Fliegen in Ölüdeniz

Im Oktober 2015 waren wir nochmal in Ölüdeniz zum fliegen. Wie zu erwarten, hat man dort von der Flüchtlingskrise nichts gesehen oder gehört, das Leben ging ganz normal seinen Gang. Ich hatte dort wieder einige schöne Flüge mit meinem neuen Skywalk Mescal5, einem A-Schirm, und gewann ganz langsam wieder mehr Sicherheit bei Start und Landung. Es war aber immer noch nicht alles so, wie es sein sollte. Ich spiralte immer mal wieder an und gab die Bremse wieder frei. Der Schirm ging sofort aus der Spirale heraus, ein paarmal hielt ich auch etwas länger die Bremse, aber immer noch steckte mir ein komisches Gefühl in den Knochen. Ich hatte meine alte Gelassenheit beim fliegen noch nicht zurück. Das würde noch einiger Flüge bedürfen, bis der Schreck vom Mistral6 weg ist.

Es war wieder ein schöner Urlaub, mit schönen Tagen in der Sonne und am Meer, die wir sehr genossen haben. Wir waren diesmal im SunCity, da wir mit unseren Freunden zusammen in einem Hotel sein wollten und das Sentido recht teuer geworden war, nach dem Eröffnungsangebot in 2014.

Das SunCity ist kein Vergleich zum Sentido, es waren viele Russen und Engländer dort, was aber kein Problem darstellte. Der Service war auch okay und bemüht. Das Flair des Sentido hat das SunCity aber bei weitem nicht. Es ist ein All-Inc Hotel mit mehreren Gebäuden in einer Parklandschaft, in dem man ganz gut und preiswert wohnen kann und es nicht so weit zum Gravity Shuttlebus und zum Strand hat.</p> <p>Man läuft etwa 5-10min zum öffentlichen Strand, zum Hotel eigenen Strand in der Lagune fährt regelmässig ein kostenloser Shuttle vorm Hotel ab, dessen Zeiten aber auch etwas gewöhnungsbedüftig sind. Unbedingt am Vortag informieren. Denn in die Lagune läuft man etwa 30min. vom Hotel. Zur Busabfahrt für die Gleitschirmflieger am Gravity Gebäude an der Strandpromenade läuft man etwa 5min.</p> <p>Dies war mit ein Grund in das Hotel zu gehen, da man vom Sentido immer erst mit einem Taxi nach Ölüdeniz fahren musste oder 40min gelaufen ist, mit meinem Fluggepäck kein Vergnügen (ca 22kg). Und für meine Freundin war es auch immer etwas zu umständlich, nach Ölüdeniz zu fahren, weil man dann immer ein Taxi für hin und zurück brauchte. </p> <p>Abends sind wir dann in eines der vielen Cafes, wie das Cloud Nine oder umliegenden Cafes zum Cocktail trinken gegangen und haben den traumhaften Sonnenuntergang genossen. Es waren schöne Tage dort und ich vermisse Ölüdeniz auch sehr, aber ich bin mit der Politik der Erdogan Regierung nicht einverstanden und werden daher vorerst nicht mehr in die Türkei fahren. Mir tun es um die Menschen dort leid, die vom Tourismus leben.</p> <p>  </p> <p>Ich sage nicht, das die Politik falsch ist, jedes Land bzw die Bevölkerung (solange es demokratisch zu geht), kann ja selbst entscheiden, welche Art Politik es haben will. Aber mir steht es frei, nur in Länder zu fahren, deren Politik ich akzeptieren kann. Die Freiheit, selbst zu entscheiden, wo ich mein Geld ausgebe, habe ich zum Glück noch.<br />Dann gehts eben immer wieder nach <a href=” http:=”” 2019-04-fliegen-in-algodonales.htm”=””>Algodonales, wenn sich in der Türkei nichts ändert.

2014-04 – Sicherheitstraining am Gardasee

Nach einem Unfall beim Start am Babadag in Ölüdeniz 2012 und einigen blöden Flügen danach mit dem Swing Mistral6 in den Alpen und in Bassano in 2013, hatte ich ein mieses Gefühl beim fliegen (was nicht am Schirm liegt, sondern daran, das ich zu wenig zum fliegen kam), darum beschloss ich, vom Highend EN-B Schirm einen großen Schritt zurück auf einen EN-A Schirm zu gehen, um wieder Ruhe und Sicherheit beim fliegen zu bekommen. Sonst hätte ich über kurz oder lang wohl den Spass am Gleitschirmfliegen verloren.
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