06.April – Anreise

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Unsere Anreise verlief diesmal sehr bequem und entspannt. Der CheckIn und auch der für mich immer sehr nervige Sicherheitscheck gingen sehr schnell über die Bühne. Es gab um 5uhr kaum Andrang und die Schalter waren gut besetzt. Da wir 10Tage bleiben und nur je ein Gepäckstück gebucht haben, ist im Gleitschirmpacksack auch ein Teil der Klamotten für die Woche dabei und er ist somit recht groß. Ich habe ein Wendegurtzeug von WoodyValey. Das heißt, mein Gurtzeug ist mit ein paar Handgriffen auch mein Packsack. Damit ist er und der Inhalt aber auch recht ungeschützt gegenüber mechanischen Einflüssen, die beim Transport von und zum Flugzeug auf ihn einwirken können. Ich entschloss mich daher, meinen älteren Swing Packsack, der sehr robust, aber auch recht schwer ist, als Umverpackung für mein Gurtzeug zu nehmen. Da er mit 50 oder 60 Ltr. recht groß ist, paßt auch noch mehr als meine Ausrüstung rein. Zum Beispiel Technik, Duschgels und Litertur… Ich muss nur aufpassen, das ich und auch die Packer am Flughafen, den Rucksack noch heben können. Da meine Freundin nur leichtes Gepäck dabei hat, kann ich ja mehr als 23kg einpacken. Aber einen Bruch wollte ich mir auch nicht heben, so beließ ich es bei 23kg.

Pünktlich 7Uhr hoben wir ab in einer Boeing 737-800. Während des Fluges gab’s Essen und Trinken nur gegen Bares. Das finde ich ein bischen überzogen. Ein Kaffee oder sonstiges Alkoholfreies Getränk könnte ruhig dabei sein. Aber man muss wohl froh sein, das man auf dem Klo nicht noch vom Sanifair Automat abkassiert wird.
Nunja, wir wollen ja immer billiger, da dürfen wir irgendwann nichts mehr erwarten. Ich denke aber, ein teurerer Flug würde wohl auch nichts an der schlechten Umweltbilanz eines Fluges ändern. Ob die andere Firma dann umweltfreundlicher mit meinem Geld umgeht oder die Mitarbeiter besser bezahlt, kann ich ja nicht prüfen. Darum leiste ich mir auch nur einen Flug im Jahr.

Um 10Uhr kommen wir pünktlich im sonnigen Malaga an. Wir gehen mit unserem Gepäck zum Ausgang und finden schnell den ausgeschilderten Treffpunkt für Alamo Cars. Ein Shuttle bringt uns zur Mietstation, die etwa 1km entfernt ist. Wir hatten einen SUV gebucht, in der Annahme, das in so einem großen Auto genug Platz für eine Reisetasche, drei Flugausrüstungen und etwas Handgepäck wäre. Der Nissan Quashqai, den wir als SUV bekommen, hat leider für die Fahrzeug Größe einen relativ kleinen Kofferraum, bedingt durch die schräg herunter gezogene Kofferraum Klappe. Wir bekommen zwei unserer Packsäcke mit Mühe in den Kofferraum hinein und mussten den dritten Packsack und das Handgepäck mit in den Innenraum nehmen. Der Fiat Doblo den wir im letzten Jahr bei CarHireGo gebucht hatten, wies da mehr Platz auf, für die Fahrzeuggröße. Die Abwicklung bei Alamo Cars ging sehr schnell, wir hatten ja aus Deutschland alles schon gebucht. Gegen 12Uhr sind wir dann endlich auf der Piste.

Wir beraten uns vorm losfahren noch kurz, welchen Weg wir am besten fahren. Man sollte vorher schauen, ob und welche Autobahn man benutzt, da es hier neben freien auch Mautpflichtige Autobahnen gibt. Und einige Strassen schlängeln sich leider lange durch die Berge, da ist dann flottes vorankommen nicht unbedingt gegeben. Und der Weg nach Ronda schlängelt sich zwischen den Bergen hindurch und ist meist einspurig. Darum entscheiden wir uns für den Weg Richtung Norden und nicht über Ronda.

Bei Malaga ist es noch sonnig, dies ändert sich aber und es fängt an zu regnen, je nördlicher wir kommen. Die Landschaft um uns ist überall sehr grün. Für mich ein völliger Kontrast zur Reise im Herbst vor drei Jahren, wo alles eher braun und verdorrt war. Die Fahrt geht ganz gemütlich über die A-357 an Campillos vorbei und auf die A384 Richtung Olvera und Algo. Mit einer kleinen Pause kommen wir nach knapp 2.5h und etwa 135km Fahrt gg 15.30Uhr nach Algodonales. Der Ort liegt etwa 35km NW’lich von Ronda entfernt, unterhalb des 1000m hohen Hausberges Mogote. Es ist ein quirliger kleiner Ort mit ca 5600 Einwohner im Hinterland, noch fern ab des Massentourismus.
Er liegt so ziemlich auf halbem Weg zwischen Malaga und Sevilla liegt. Am Busbahnhof fährt mehrmals täglich ein Bus nach Ronda und Sevilla . Die Preise im Ort sind, dem lokalen Verhältnissen angepasst. Für schweizer und deutsche Gehälter sehr angenehm, ganz anders als die Touripreise an der Küste oder in Sevilla.

Kurz nach unserer Ankunft machen wir eine kurze Wohnungseinweisung mit Gerado. Dann gehts auf einen kleinen Snack oder einen Kaffee Con Ledge auf den Marktplatz. Anschließend packen wir bei Gerado unsere Sachen aus, gehen noch einige Lebensmittel einkaufen, da am nächsten Tag Sonntag ist. Allerdings hat der Supermercado am Sonntag Vormittag auch auf gehabt. In der Panaderia Paco in Algodonales, hole ich mir noch Pan de centeno, ein Roggenbrot, da es morgens überall immer nur Weißbrot gibt.

Das Pan de centeno gibt es dort frisch gebacken und nicht abgepackt und aus Deutschland importiert. Abends dann lecker Tapas essen im Asturiano am Marktplatz. Die anderen Restaurants am Platz sind auch alle empfehlenswert, finde ich. Mir hats immer sehr gut geschmeckt, egal, wo wir waren. Zum Glück sind die Geschmäcker verschieden. Auf jeden Fall sollte man Abends, wenn man mit mehreren Personen unterwegs ist, vorher einen Tisch reservieren, denn Abends ist auf dem Marktplatz fast immer viel los. An Feiertagen und am Wochenende natürlich noch mehr, wie wir in den folgenden Tagen feststellen konnten. Wir waren in der Woche vor Ostern in Andalusien, das sehr katholisch geprägt ist. Der Palmsonntag ist ein traditionsreicher Tag in Südspanien.

– ein guten Artikel bei LU-Glidz
– hier noch ein paar Bilder vom ersten Tag

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